Fragen und Antworten

Diese Rubrik wird regelmäßig aktualisiert – schauen Sie doch mal wieder vorbei!

Eine Übersicht zu der Frage “Was tut praemandatum eigentlich?“ finden Sie hier.

Frage: Was bringt mir Datenschutz?

Antwort: Sicherheit. Sicherheit vor Angreifern, vor Betrug und vor Manipulation. In den letzten Jahren zeichnet sich immer mehr eine neue 2-Klassen-Gesellschaft ab: auf der einen Seite die Gruppe von Menschen, die die uns umgebende Technik versteht und auf der anderen die, die die Technik unbedarft nutzt und nach Belieben von der ersten Gruppe ausgenutzt werden kann.

Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, verlässlich und verständlich, mit welchen Tricks Kriminelle, Wirtschaft und auch der Staat Sie ausspionieren, was mit den Daten getan wird und wie Sie sich wirksam schützen können.

Frage: Was kann mir schon passieren? Ich habe doch nichts zu verbergen.

Antwort: Jeder hat etwas zu verbergen – und sei es nur das eigene Tagebuch oder Bildersammlungen, die man nicht mit jedem teilen möchte. Es geht nicht darum, dass Bürger, die keine Verbrechen begangen haben oder deren Konsumverhalten unverfänglich ist, Angst vor ungerechtfertigten Strafen haben müssten. Nur hat allein das Bewusstsein, dass irgendwer – seien es nun Kriminelle, Unternehmen zu Werbezwecken oder missgünstige Bekannte – mithören, mitlesen oder mitsehen könnte, bereits starke Konsequenzen auf das persönliche Verhalten. Haben Sie schon einmal beim Recherchieren irgendeines “heiklen“ Wortes oder Umstands kurz innegehalten und sich überlegt, dass es vielleicht besser wäre, nicht danach zu suchen weil es verfänglich sein könnte?

Wenn nicht: sollten Sie es vielleicht tun. Ein falscher Verdacht (spiegel.de) kommt schnell auf (heise.de).

Wenn ja: meinen Sie nicht, dass Sie in Ihrer Freiheit eingeschränkt sind, sich offensichtlich nicht frei fühlen, Ihr Recht auf Meinungsbildung uneingeschränkt wahrzunehmen?

Wir zeigen Ihnen, wie und wann Sie wieder sicher sein können, dass Ihnen keiner über die Schulter schaut.

Frage: Aber wo sind die konkreten Gefahren? Was bekomme ich für mein Geld?

Antwort: Ein Identitätsdiebstahl ist relativ leicht zu machen, wenn das Opfer nicht sorgsam mit seinen Daten umgeht – und böswillige Menschen gibt es genug. Hier stichwortartig einige Beispiele von üblichen Angriffsszenarien: Onlinebanking- oder Onlineshopping-Spionage, Viren und Schadsoftware, Spyware zum Ausspionieren von Nutzerverhalten, Sexualvergehen durch vorherige Analyse des Opfers, Mobbing und Rufmord durch Ex-Partner, Stalker oder missgünstige Kollegen, Analyse durch zukünftige Arbeitgeber, falsche Verdächtigungen aufgrund von Recherchen zur Meinungsbildung und daraus resultierende totale Überwachung, von Kriminellen, Bekannten oder Staat aus der Ferne überwachte Computer, denen man intimste Daten anvertraut…

Die Informationstechnologie bietet unzweifelhaft extrem viele Annehmlichkeiten, Möglichkeiten und Vorteile für den Menschen – aber eben auch Gefahren. Wir geben Ihnen die Fähigkeit und die Mittel, Ihr Handeln beurteilen und die Chancen der Technologien ohne schlechtes Gewissen und bewusst nutzen zu können. Außerdem erhalten Sie das verlässliche Wissen, wann Sie beobachtet werden können und wann nicht – und wie Sie dafür sorgen, dass es nicht mehr so ist.

Zudem bekommen Sie auf Wunsch ein professionell eingerichtetes Computersystem mit dem für Sie idealen System und sinnvolle, auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Software – Ihr Rechner wird schneller, einfacher und schöner sein als je zuvor. Die privaten Daten, die Sie Ihrem Rechner anvertrauen, werden privat bleiben. Die Maßnahmen richten sich gegen kriminelle, kommerzielle und staatliche Spähprogramme.

Frage: Warum sollte es mich scheren, dass irgendwelche Firmen oder Menschen mein Konsumverhalten oder meinen Aufenthaltsort kennen?

Antwort: Es ist sicherlich nicht tragisch, wenn Ihr Baumarkt speichert, was Sie im letzten Jahr gekauft haben, um den Service verbessern zu können. Aber das Ausmaß, in dem derweil auch bei noch so trivialen Gelegenheiten Daten gesammelt werden – einfach weil es technisch möglich ist – ist gewaltig. Schauen Sie sich doch einfach mal unseren Datenschutzkurztest oder die Präsentation “panopti.com“ von Johannes Widmer an um einen Eindruck zu bekommen und überlegen Sie, ob Sie wirklich mit der Situation zufrieden sind.

Frage: Überwachungsmaßnahmen des Staates sind doch für die Terrorismus- und Verbrechensbekämpfung vorgesehen. Ist das nicht gerechtfertigt und die Ablehnung solcher Maßnahmen paranoid?

Antwort: Natürlich sind die Maßnahmen zur Verbrechensbekämpfung aus dem Wunsch heraus entstanden, effektive Mittel dagegen zu finden und den Bürger vor Schaden zu bewahren. Aus Informatikersicht erscheinen die ergriffenen Maßnahmen (Vorratsdatenspeicherung, heimliche Onlinedurchsuchungen, zentrale Fingerabdrucks- und Fotodatenbanken…) jedoch zweifelhaft – all diese Maßnahmen kann man mit nur wenig Aufwand effektiv umgehen. Die Erfahrung zeigt, dass sich wirklich gefährliche Kriminelle und Terroristen akribisch auf ihre Aktionen vorbereiten – und das nötige Wissen zur Umgehung ist frei verfügbar. Diese Maßnahmen greifen also nur bei schlecht vorbereiteten Kriminellen, die auch mit konventionellen Mitteln gefasst werden können, und bei arglosen Bürgern. Eine Studie zeigt beispielsweise, dass die allgemeine, verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung einen Zuwachs in der Verbrechensaufklärung von 0,006% bewirkt (heise.de) – ist das den Grundrechtseinschnitt wert?

Weitere Studien zeigen, dass sich das Verhalten von unter Beobachtung stehenden Menschen ändert. Sie werden angepasster, Freidenker werden seltener und die Gesellschaft entwickelt sich nicht mehr weiter.

Frage: Wenn alle nur meine Daten und damit Schindluder treiben wollen – warum sollte ich dann praemandatum trauen?

Leibniz Universität HannoverAntwort: Schon rein prinzipbedingt wollen wir Ihre Daten nicht und geben Ihnen das auch schriftlich. Wir sind als Ausgründung der Universität Hannover ein Ingenieurbüro und somit der Schweigepflicht und dem Imperativ unterworfen, ausschließlich im Sinne des Kunden zu handeln. Ihre Daten werden auf die einzig wirklich sichere Art geschützt: außer den Kontaktinformationen speichern oder notieren wir sie gar nicht erst. Alles, was wir von Ihnen erfahren, verbleibt ausschließlich bei Ihnen und im Gedächtnis Ihres persönlichen Beraters; auch firmenintern werden keine Daten weitergegeben. Außerdem arbeiten wir nach dem Minimalprinzip; wir erfragen nur die Daten, die wir für unseren Service bei Ihnen benötigen.

Unser Ziel ist es, Ihnen das Wissen zu vermitteln, selbständig Ihre Daten schützen zu können – Sie müssen uns gar nicht vertrauen. Auf Wunsch unterstützen wir Sie auch gerne beim Selbststudium.

Frage: Was soll ich denn meinem Kind am Rechner noch beibringen? Das weiß doch ohnehin schon mehr als ich.

Antwort: Rein vom technischen Wissen her mag das sein – und im Sinne Ihres Kindes wäre das wahrscheinlich sogar gut. Aber was Sie ihm vermitteln können – und auch sollten – sind bestimmte Verhaltensgrundsätze im Internet und im Umgang mit fremden Menschen. Chats, Foren, Social Networks usw. sind für Jugendliche sehr attraktive Plattformen – zeigen Sie ihnen mit uns, wie man sie sicher bedient!

Frage: Ich bin Berufsgeheimnisträger (Anwalt, Arzt, Datenschutzbeauftragter…) – warum sollte ich Geld für technische Datenschutzberatung ausgeben?

Antwort: Sie sind für die Daten Ihrer Kunden, Patienten oder Mandanten verantwortlich – können Sie sie effektiv schützen? Haben Sie das nötige, aktuelle technische Wissen, um Ihren Kunden die Sicherheit zu bieten, dass ihre Daten ausschließlich bei Ihnen bleiben?

Mit dem neuen BKA-Gesetz (heise.de) steht zudem der Abhörschutz für Berufsgeheimnisträger auf sehr wackligen Füßen (spiegel.de). Wir zeigen Ihnen, wie Sie sicher sein können, Informationen vertraulich zu übermitteln (mehr dazu in unserem Datenschutzkurztest).

Besonders bei Ärzten zeichnen sich spätestens mit der kommenden Einführung der Gesundheitskarte neue Herausforderungen ab. Die sog. “Arzt-PIN” (heise.de) – also jeweils eine PIN pro Patient, die Zugriff auf dessen komplette Krankengeschichte erlaubt – muss sicher und effektiv verwaltet und geschützt werden. Wenn Sie Aufwand in die Sicherung Ihrer Kundendaten stecken, werden sie es Ihnen danken.