Jugend im Netz – mitreden

Durch vollmundige Werbeversprechen entsteht der Eindruck, bereits durch die Installation von Filtersoftware, die den Zugriff auf Internetseiten mit z.B. pornografischen oder rechtsextremen Inhalten verhindern sollen, sei man bestens geschützt – zu unrecht.

Die Studie “Safer Internet“, durchgeführt vom Beratungsunternehmen Deloitte in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission, stellt fest, dass derartige Programme nur unzureichenden Schutz bieten – und die jugendlichen Internetnutzer schnell herausfinden, wie man sie umgehen kann. Und das üblicherweise weitaus schneller als ihre Eltern.

Wichtigkeit der Aufklärung

Nach Meinung des Landesdatenschutzbeauftragten Mecklenburg-Vorpommerns, Karsten Neumann, müssen Jugendliche besser auf die Gefahren des Internets vorbereitet werden.

  • “Eltern kaufen zwar die Computer der Kinder, hinken im Umgang mit dieser Technik ihrem Nachwuchs aber meist weit hinterher.

Sie können ihren Kindern kaum helfen, kompetent mit den neuen Medien umzugehen. [...] Häufig ist es, als setze sich ein 18-jähriger Fahranfänger in das schnelle Auto von Papa und brause mit Vollgas los.“

Die direkten Zusammenhänge zwischen Internetnutzung, Mobiltelefonie und den damit verbundenen Risiken sind für den normalen Nutzer nur sehr schwer zu erkennen. Gerade berufstätige Eltern finden kaum die Zeit, sich mit der Thematik intensiv auseinander zu setzen. Aber nur, wer die Gefahren von Missbrauch, Betrug und anderen kriminellen Delikten adäquat beurteilen kann, ist auch in der Lage, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen.

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