Metadaten
Hintergrund
Sehr viele Dokumentformate (wie z.B. .doc, .pdf, jpg…) enthalten häufig ohne direktes Zutun des Nutzers sog. “Metadaten“. Beispielsweise können das Name, Firma, Adresse, Erstellungszeitpunkt, Bearbeitungszeit, Anzahl der Arbeitsschritte, verschiedene Versionen des Dokuments usw. sein.
Gibt man ein solches Dokument an Dritte weiter, so können diese die Metadaten auslesen, was häufig in diesem Detailreichtum nicht gewollt ist.
Beispiele
Zusätzlich zu den üblichen, oben genannten Metadaten werden bei Microsoft-Office-Dokumenten in der Standardeinstellung sog. “Smart Tags“ eingebettet. D.h. Wenn in einem Text ein der Kontaktverwaltungssoftware (üblicherweise Outlook) bekannter Name geschrieben wird, wird der komplette Kontakt in das Dokument eingebettet – also auch Adresse, Telefonnummern etc.
Wird mit einer modernen Digitalkamera ein Bild angefertigt, so bettet die Kamera ebenfalls Metadaten in das Bild ein (Exif-Format, Exchangeable Image File Format, wikipedia.org) – Name des Fotografen, Auflösung, Brennweite…
Allerdings sind immer mehr Kameras mittlerweile mit GPS-Empfängern ausgestattet, deren Positionsdaten ebenfalls in das Bild eingebttet werden können (Geo-Tagging). Beispielsweise das iPhone 3G von Apple tut dies (heise.de).
Gibt der Kamerabesitzer also ein Bild weiter (zum Beispiel im Internet), so gibt er unter Umständen seinen Namen, seine Adresse, seinen Kameratyp, die exakte Position der Aufnahme und vieles mehr preis.
Lösungsmöglichkeiten
Alle Metadaten sind üblicherweise problemlos entfernbar (Ausnahme: Digital-Rights-Management-Systeme) – man muss nur wissen, wie und dass man es in manchen Fällen tun sollte.
