Ausweise
Hintergrund
Sog. elektronische Ausweise (Reisepass seit 2006, Personalausweis ab 2010) wurden mit dem Argument zusätzlicher Sicherheitsmerkmale eingeführt. Im Wesentlichen sind das biometrische Daten – biometrietaugliche Fotos und Fingerabdrücke.
Durch die Speicherung dieser Daten auf einem RFID-Chip entsteht allerdings nach Meinung der meisten Experten eher ein zusätzliches Sicherheitsrisiko – ist die Verschlüsselung geknackt, kann ein Angreifer im Vorbeigehen beispielsweise die Fingerabdrücke auslesen. Generell gilt: kein digitales System ist vollständig sicher, was auch bereits am Beispiel eines Reisepasses eindrucksvoll bewiesen wurde (heise.de).
Selbst unter der Annahme, dass die Verschlüsselung während der gesamten Gültigkeitsdauer (10 Jahre) nicht geknackt werden kann, gibt es doch das Argument der Ortbarkeit durch den Staat, da zumindest dieser die Daten auslesen kann und in der BRD Ausweispflicht besteht. In den USA hat man auf derlei Bedrohungen mit Gesetzen (golem.de) reagiert (was aber Angreifer und erst Recht Selbstmordattentäter kaum effektiv abhalten wird).
Lösungsmöglichkeiten
In diesem Fall ist das Vermeiden von unbefugtem Auslesen der elektronischen Ausweise bestechend einfach: erzeugt man mit einem metallischen Material einen sog. Faradayschen Käfig (wikipedia.org) um den RFID-Chip bzw. den Ausweis, ist ein Auslesen nicht mehr möglich. Zu diesem Zweck gibt es bereits einige kommerzielle Angebote für Schutzhüllen – auf Wunsch auch schick bedruckt – oder man verwendet die günstigere Methode: handelsübliche Aluminiumfolie.
